Wie finde ich die richtige Fotobox für meine Feier?



Der Trend „Fotobox“, auch „Photo Booth“ genannt, kommt aus den USA und hat sich nun auch in Deutschland durchgesetzt. Dennoch sind die Party-Fotoautomaten eine Neuheit. In den letzten Jahren sind verschiedene Produkte auf dem hiesigen Markt erschienen. Viele Fotografen haben eigens erbaute Automaten im Angebot. Die Vielfalt ist groß. Doch es gibt nicht nur beim Preis große Unterschiede…

Das Prinzip funktioniert im Allgemeinen so: Ein oder mehrere Gäste platzieren sich vor der Kamera und drücken auf den Auslöser. Nun macht die Box ein paar Fotos in kurzen Zeitabständen, meistens bis zu 4. Diese 4 Schnappschüsse ergeben zusammen ein lustiges Bild, das nun direkt ausgedruckt wird. Noch ein paar Brillen, Bärte oder Hüte dazu und der Spaß kann beginnen!

Sofortdruck oder soziale Netzwerke?

Nicht jede Fotobox druckt die Bilder automatisch aus. Es gibt Automaten, bei denen man die Auswahl hat zwischen Drucken und Verwerfen. Es besteht auch die Möglichkeit des Sofort-Uploads in soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram usw. oder auf eine eigene Internetseite. Es gibt auch Fotoboxen ohne Drucker. Von Vorteil ist es, wenn der Mieter später alle Bilder, ob ausgedruckt oder nicht, im Datenformat erhält. Manche Verleiher bieten sogar den Service einer Bildbearbeitung mit an.

Hier kann man sich die Frage stellen… Möchte ich Fotos von den Gästen haben oder möchte ich, dass jeder sich ein Andenken mit nach Hause nehmen kann?

Handelt es sich um eine Verkaufs- oder Werbeveranstaltung wie beispielsweise  den Tag der offenen Tür, so ist der Upload von gebrandeten Bildern mit Logo und ansprechendem Design auf die eigene Facebook-Seite eine sinnvolle Werbemaßnahme. Durch Teilen und Likes verbreiten sich diese viral und sowohl regional als auch überregional.

Drucker-Flatrate oder Preis nach Menge?

Ist die Fotobox bei den Gästen beliebt, werden auch viele Bilder gedruckt. Insbesondere wenn kleine Kinder sich damit die Zeit vertreiben, kann es zu vielen unerwünschten Ausdrucken und einem hohen Verbrauch an teurem Papier und Druckerfarbe kommen. Bezahlt man die Bilder nach Menge, können hier unnötige Kosten entstehen. Dann sollte es zumindest die Auswahl zwischen Drucken und Nicht drucken geben.

Bei einer Flatrate bleibt einem diese Sorge erspart, sie macht das ganze jedoch teurer und beim unnötigen Ausdrucken werden Ressourcen verschwendet.

Möchte der Veranstalter sich das Geld für das Drucken sparen, gibt es auch Fotoautomaten mit Münzeinwurf. So kosten die Bilder den Veranstalter nichts, denn der Gast bezahlt den Fotoausdruck. Auch hier ist es super, wenn der Gast nicht sofort für das Bilder schießen bezahlen muss, sondern nur für das Ausdrucken etwas einwirft.

Fotobox auf dem Tisch oder Fotokabine?

Die sogenannte Fotokabine hat den Vorteil, dass die Gäste sich darin nicht beobachtet fühlen und weniger Hemmungen haben, wenn sie hinter einem Vorhang Grimassen schneiden.

Eine kompakte Fotobox, beispielsweise ein Modell, das auf dem Tisch platziert wird und ohne Trennwände aufgestellt wird, ist meist schneller und einfacher im Aufbau und kann bei Selbstabholung leichter transportiert werden. So kann man auch den Gastgeber überraschen und eine Fotobox als Geschenk präsentieren.

Der Platzbedarf unterscheidet sich hierbei kaum, da ein gewisser Abstand zur Box nötig ist um gute Fotos zu schießen.

Liveview

Hat die Fotobox eine Bewegtbildansicht, eine sogenannte Liveview, können sich die Gäste im Spiegel sehen und so perfekt in Pose bringen. Bei manchen Modellen kann es große Verzögerungen bei der Liveansicht geben. Darum ist es oft besser, wenn die Box eine zweite Kamera für die Liveview hat. Dadurch kann die Kamera die Fotos schießen, ohne schon durch die Liveview ausgelastet zu sein und es entstehen keine Pausen, während das Foto geschossen wird.

Betreuung oder Privatsphäre?

Manche Anbieter liefern einen Betreuer für die Box gleich mit. So muss man sich um gar nichts kümmern und es ist jemand da, der sich um eventuelle Pannen sofort kümmert. Auf einer großen Feier, wo es schwer ist, den Überblick zu behalten, kann das sinnvoll sein. Die Entlohnung des Betreuers wird jedoch den Preis in die Höhe treiben. Es kann aber auch sein, dass hier die Mietzeit begrenzt ist und die Box abgebaut wird, wenn die Party gerade richtig angefangen hat.

Feiert man im persönlichen Kreis und möchte keinen Fremden mit dabei haben, kann man sich diesen Service sparen, sofern die Box einfach zu handhaben ist. Bei Ausfällen, welche man ja nie gänzlich ausschließen kann, gibt es meist eine Möglichkeit der Fernwartung. So genügt oft ein Anruf beim Verleiher und der Fehler ist schnell behoben.

Lieferung oder Abholen?

Ein Fotoautomat kann einige Kilogramm auf die Waage bringen und auch vom Transport schwer zu handhaben sein. Vor allem bei Fotokabinen schont ein Lieferservice Kraft und Nerven.

Bei der Abholung ist der Standort des Verleihers das wichtigste Kriterium. Eventuell kommt es auch auf die zeitliche Flexibilität des Verleihers an. Sind die Vorbereitungen für eine Hochzeit in vollem Gange und das Brautpaar im Stress, sollte der Verleiher eine angemessene Terminauswahl für die Abholung und die Rückgabe des Automaten haben. Holt man die Box ein bis zwei Tage vor der Feier ab, so kann man in Ruhe einen Aufstellort aussuchen und Beleuchtung sowie Hintergrund passend einplanen. Ebenso ist es komfortabel, wenn man für den Abbau und die Rückgabe noch ein paar Tage Zeit bekommt, wenn der Verleiher flexibel und kulant ist.

Wichtig ist, dass man über den Aufbau und die Bedienung der Box Bescheid weiß. Man sollte Antwort auf alle Fragen erhalten, damit alles problemlos klappt. Ein telefonischer Ansprechpartner ist dennoch wichtig für eventuell auftretende Fragen.

Einige Anbieter verschicken Ihre Fotoautomaten und man muss sich selbst um den Aufbau kümmern. Dabei kann es sein, dass es Unklarheiten beim Aufbauen und der Inbetriebnahme gibt. Auch hier sollte man sicherstellen, dass ein Ansprechpartner telefonisch weiterhilft.

Fotolayout, Branding und mehr

Möchte man seinen Gästen ein Andenken mit nach Hause geben, um sich noch lange an die Party erinnern zu können, ist ein individuelles Fotolayout geeignet, auf dem der Anlass und das Datum der Feier hervorgehoben werden. Dabei kommt es auch auf das Angebotsspektrum des Verleihers an. Der Kreativität sollten beim Layout keine Grenzen gesetzt sein, denn schließlich macht ein lustiger und farbenfroher Fotohintergrund den Spaß noch größer.

Bietet der Verleiher ein Branding der Box an, so ist dies sinnvoll auf Werbeveranstaltungen wie Messen oder dem Tag der offenen Tür und auch eine gute Reklame für Sponsoren des Fotoautomaten. Firmenlogo und Werbeslogan finden Platz auf dem Fotolayout oder der Box selbst, je nachdem, was der Verleiher möglich macht. So wird die Fotobox zum geeigneten Werbeinstrument auf Firmenveranstaltungen. Die Bilder hängen später an zahlreichen Pinwänden oder verbreiten sich auf Facebook.

Unterschiede bei der Bildqualität

Wenn man qualitativ hochwertige Fotos haben möchte, sollte man sich nach der enthaltenen Kamera erkundigen. Bildauflösung und Blitz bzw. Motivausleuchtung sind entscheidend. Eine Spiegelreflexkamera ist für gute Fotos besser geeignet als eine Webcam.

Ist ein Drucker dabei, kommt es auch hier auf die Qualität an. Thermosublimationsdrucker sind schnell und die Bilder können sofort angefasst werden.

Vorsicht vor Produkten aus dem heimischen Bastelkeller

Oft sind diese voll mit Problemen und unfertigen Lösungen. Küchenschränke als Gehäuse oder auch gar kein Gehäuse, schlechte Monitore und umständliche Bedienung sind Beispiele für eine wenig durchdachte und sparsame Herstellung des Fotoautomaten.

Startknopf, Touchscreen oder Fernauslöser

Auch dabei gibt es verschiedene Varianten. Ob Startknopf, Münzeinwurf, Fernbedienung oder Touchscreen. Die Benutzung sollte möglichst simpel sein, damit auch Alt und Jung mitmachen kann!

Mit einem Touchscreen sind auch Zusatzfunktionen wie die Einblendung von Brillen und Hüten, den sogenannten Props, möglich. Ebenso Adresseingaben, um sich ein Bild zum Beispiel per E-Mail schicken zu lassen oder auf seine Facebook-Seite hochzuladen.

Bildrechte

In Deutschland hat jeder Mensch das Recht am eigenen Bild. Das heißt, eine Bildveröffentlichung bedarf der Zustimmung aller Personen, die auf dem Foto erkennenbar sind. Darauf sollte der Veranstalter achten, wenn er Bilder veröffentlichen möchte. Es gibt es die Möglichkeit, einen Hinweis auf der Box anzubringen, wonach die Benutzung eine Zustimmung der Veröffentlichung bedeutet. Beim Facebook-Upload durch die Box sollte der Nutzer die Wahl haben und kein automatische Veröffentlichung stattfinden. Dies erübrigt sich auf Veranstaltungen, bei denen alle Gäste der Bildveröffentlichung von vornherein zugestimmt haben.

 

Eine Fotobox ist immer wieder ein Partyspaß für Groß und Klein und sorgt für Auflockerung, Unterhaltung und tolle Erinnerungen!



Folgende Requisiten eignen sich super für die Fotobox: